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150 € im Monat sparen — so geht's ohne großen Verzicht

150 € im Monat sparen — so geht's ohne großen Verzicht

150 € pro Monat klingt vielleicht nicht nach viel. Doch mach die Rechnung: Das sind 1.800 € im Jahr. In 5 Jahren hättest du — mit Zinsen auf einem Tagesgeldkonto oder in einem ETF-Sparplan — über 10.000 €. Das könnte dein Notgroschen, eine Reise oder ein solider ETF-Grundstock sein.

Das Gute daran: Fast jeder hat 150 € “versteckt” im Budget. Es sind kleine Lecks — Ausgaben, die man kaum bemerkt, die aber monatlich erhebliche Beträge schlucken. In diesem Leitfaden zeigen wir genau, wo diese versteckten Euro stecken und wie du sie zurückgewinnst — ohne das Gefühl zu haben, dich einschränken zu müssen.

Der Effekt: Was 150 €/Monat wirklich bedeuten

Bevor wir zu den konkreten Maßnahmen kommen, betrachten wir den langfristigen Effekt:

ZeitraumGespartes KapitalMit 4 % Tagesgeld p.a.Mit 7 % ETF-Sparplan p.a.
1 Jahr1.800 €1.836 €1.872 €
3 Jahre5.400 €5.740 €6.090 €
5 Jahre9.000 €9.850 €10.730 €
10 Jahre18.000 €22.000 €26.100 €

Was dir 150 €/Monat ermöglichen:

  • Vollständiger Notgroschen in 18–24 Monaten
  • ETF-Grundstock für die Altersvorsorge
  • Jährliche Urlaubsrücklage
  • Finanzielle Resilienz gegenüber unerwarteten Ausgaben

Das Geheimnis liegt nicht in einem großen Einschnitt, sondern in mehreren kleinen, klugen Anpassungen.

Schritt 1: Die Ausgaben-Analyse — wo steckt das Geld?

Bevor du schneidest, musst du wissen, was vorhanden ist. Eine Kontoauszugs-Analyse ist der erste Schritt.

So geht die Analyse

  1. Lade die letzten 3 Monate Kontoauszüge herunter (Online-Banking)

  2. Kategorisiere alle Ausgaben:

    • Grün: Unverzichtbar (Miete, Lebensmittel, Krankenversicherung)
    • Gelb: Wichtig, aber anpassbar (Freizeit, Essen gehen, Kleidung)
    • Rot: Verzichtbar oder übertrieben
  3. Identifiziere regelmäßige kleine Abbuchungen — das sind oft Abonnements, die du vergessen hast

Kategorien mit dem größten Einsparpotenzial

KategorieMonatliches Einsparpotenzial
Abonnements und Mitgliedschaften20–80 €
Lebensmittel (cleverer einkaufen)30–80 €
Energie (Strom und Gas)15–40 €
Handy- und Internetvertrag10–40 €
Mobilität20–60 €
Impulskäufe20–60 €

Gesamtpotenzial: 115 bis 360 €/Monat — 150 € sind also absolut erreichbar.

Abonnements: Der stille Geldabfluss (20–80 €)

Abonnements sind das häufigste finanzielle Leck, weil du kaum merkst, dass du zahlst. Sie werden still abbgebucht — Monat für Monat.

Inventur aller Abonnements

Suche in deinen Kontoauszügen nach:

  • Streaming: Netflix, Amazon Prime, Disney+, Apple TV+, Spotify, YouTube Premium
  • Fitness: Fitnessstudio, Yoga-App, Wellnessabonnements
  • Software: iCloud, Google One, Microsoft 365, Adobe Creative Cloud
  • Medien: Zeitungen, Magazine (Spiegel+, Zeit+, Süddeutsche)
  • Lieferdienste: Hello Fresh, Marley Spoon, andere Boxen
  • Sonstiges: Dating-Apps, Gaming, Spezialabonnements

Die 3 Fragen zu jedem Abo

  1. Habe ich das in den letzten 30 Tagen genutzt? Wenn nein: sofort kündigen
  2. Gibt es eine kostenlose Alternative? Viele Apps haben ausreichende Gratis-Versionen
  3. Kann ich es teilen? Familienabos sind pro Person deutlich günstiger

Konkrete Einsparmöglichkeiten

  • 2 Streaming-Dienste kündigen, die kaum genutzt werden: 20–30 €/Monat
  • Fitnessstudio kündigen und durch günstigere Alternative ersetzen: 20–60 €/Monat
  • iCloud auf günstigeren Plan reduzieren: 2–4 €/Monat
  • Zeitungsabonnement kündigen (kostenlose Artikel reichen oft): 10–20 €/Monat

Tipp: Nutze Check24 oder Anbieter-Vergleichsportale zum Kündigen und Anbieterwechsel — einfach und oft automatisiert.

Monatliches Einsparpotenzial: 20–80 €

Lebensmittel: Clever einkaufen statt verzichten (30–80 €)

Lebensmittel sind eine der Kategorien mit dem größten Einsparpotenzial — ohne auf Qualität zu verzichten.

Discounter nutzen

Aldi und Lidl statt Rewe oder Edeka:

  • Preisdifferenz bei Grundnahrungsmitteln: 20–35 %
  • Qualität der Eigenmarken oft identisch mit Markenware
  • Für einen 2-Personen-Haushalt: 40–80 €/Monat Ersparnis

Lieferdienste reduzieren

Eine Lieferservice-Bestellung kostet:

  • Bestellwert: 15–25 €
  • Liefergebühr: 2–5 €
  • Trinkgeld: 2–3 €
  • Gesamtkosten pro Bestellung: 20–35 €

Dieselbe Mahlzeit selbst zubereitet: 4–8 €.

Wenn du statt 8x nur 4x im Monat bestellen würdest: 60–100 € gespart.

Du musst nicht komplett verzichten — aber reduziere bewusst.

Too Good To Go und Foodsharing

  • Too Good To Go: Überraschungstüten von Restaurants und Supermärkten für 2–4 € (Warenwert 10–15 €)
  • Foodsharing.de: Kostenlose Lebensmittel aus Lebensmittelretting-Netzwerken
  • In vielen deutschen Städten sehr aktiv

Meal Prep und Vorkochen

  • Am Sonntag 2–3 Stunden kochen = Mahlzeiten für die Woche
  • Einfrieren: Reste nicht wegwerfen, sondern für die nächste Woche einfrieren
  • Einsparung: 40–100 €/Monat (je nach aktuellem Lieferdienst-Konsum)

Einkaufsliste und Planung

  • Einkaufsliste vor dem Markt erstellen (und einhalten)
  • Nie hungrig einkaufen (führt zu 20–30 % mehr Ausgaben)
  • Saisonal einkaufen: Erdbeeren im Juni, Äpfel im Herbst — günstiger und frischer

Monatliches Einsparpotenzial: 30–80 €

Energie: Gewohnheiten, die sparen (15–40 €)

Strom- und Gaskosten sind in Deutschland nach dem Energiepreisanstieg der letzten Jahre deutlich höher — gute Gewohnheiten zahlen sich aus.

Strom

Hauptverbraucher und Einsparmöglichkeiten:

GerätEinsparmöglichkeit
Heizung/Thermostat1 Grad weniger = ca. 6 % Einsparung
KühlschrankKeine warmen Speisen einlagern; optimale Temperatur 7 °C (Kühlschrank), -18 °C (Gefrierfach)
WaschmaschineBei 30–40 °C waschen statt 60 °C; volle Ladung
StandbySteckerleisten mit Schalter nutzen — ältere Geräte verbrauchen im Standby 5–10 % des Gesamtverbrauchs
BeleuchtungLED-Lampen (falls noch nicht umgestellt): 80 % Energieersparnis

Strom- und Gasanbieter wechseln

  • Check24 oder Verivox nutzen, um zu wechseln: Für einen 2-Personen-Haushalt oft 150–400 € jährliche Ersparnis
  • Wechsel dauert wenige Minuten online; der alte Anbieter wird automatisch benachrichtigt
  • Am besten jährlich prüfen, ob bessere Tarife verfügbar sind

Monatliches Einsparpotenzial: 15–40 €

Handy und Internet: Renegotiieren oder wechseln (10–40 €)

Telekommunikation ist ein stark umkämpfter Markt in Deutschland — nutze das zu deinem Vorteil.

Mobilfunk

Nutzt du wirklich all dein Datenvolumen?

  • Prüfe in den Einstellungen deines Smartphones, wie viel Daten du tatsächlich verbrauchst
  • Wenn du oft in WLAN bist, brauchst du weniger mobiles Datenvolumen

Günstiger werden:

  • Discounter-SIM-Karten von Aldi Talk (Telefónica-Netz), Lidl Connect (Vodafone-Netz) oder congstar (T-Mobile-Netz): Oft 30–50 % günstiger als große Direktanbieter
  • Prepaid vs. Vertrag: Wer wenig telefoniert und surft, fährt mit Prepaid oft günstiger
  • Wechsel anrufen: Beim bestehenden Anbieter anrufen und Kündigung androhen — oft werden sofort bessere Konditionen angeboten

Internet zu Hause

  • Prüfe, ob du wirklich alle gebuchten Mbit/s brauchst (für Streaming: 25 Mbit/s sind ausreichend)
  • Alternativangebote vergleichen und den aktuellen Anbieter damit konfrontieren
  • Kombipakete (Internet + Handy) können günstig sein — oder eine Falle; rechne genau

Monatliches Einsparpotenzial: 10–40 €

Mobilität: Die smarte Variante (20–60 €)

Mobilitätskosten bieten oft ungenutzte Einsparpotenziale.

Für Autobesitzer

  • Fahrten bündeln: Weniger einzelne Trips = weniger Sprit und Verschleiß
  • Carsharing ergänzend nutzen: Für Fahrten in die Stadt statt Parkgebühren
  • Versicherung jährlich vergleichen: Wechsel kann 200–500 € jährlich sparen
  • Für kurze Wege (unter 5 km): Fahrrad oder E-Bike statt Auto

Für ÖPNV-Nutzer

  • Deutschlandticket (ca. 58 €/Monat): Falls du regelmäßig ÖPNV nutzt und kein Firmenticket hast — rechne, ob es sich lohnt
  • Job-Ticket: Viele Arbeitgeber bieten bezuschusstes Ticket an — fragen!
  • BahnCard 25 oder 50: Bei regelmäßigen Fernbahnfahrten

Pendlerpauschale nutzen

Vergiss nicht, Fahrten zur Arbeit in der Steuererklärung geltend zu machen (0,30 €/km bis 20 km, 0,38 €/km darüber) — das bringt oft 200–600 € Steuerrückerstattung jährlich.

Monatliches Einsparpotenzial: 20–60 €

Impulskäufe: Die 48-Stunden-Regel (20–60 €)

Impulskäufe sind der versteckte Budgetkiller — besonders beim Online-Shopping.

Die 48-Stunden-Regel

Bevor du etwas Nicht-Notwendiges kaufst: 48 Stunden warten.

Notiere den Artikel und den Preis. Kaufe erst nach 2 Tagen, wenn du ihn noch genauso haben möchtest.

Warum es funktioniert:

  • Der kurzfristige Kaufimpuls legt sich
  • Du hast Zeit zu überlegen, ob du es wirklich brauchst
  • Du findest oft ein besseres Angebot
  • Oft vergisst du es — Zeichen, dass du es nicht gebraucht hättest

Online-Shopping-Hygiene

  • Browserextensionen für Preisverfolgung: Camelcamelcamel (Amazon), idealo-Browser-Plugin
  • E-Mail-Verteiler abmelden: Weniger Werbemails = weniger Kaufimpulse
  • Gespeicherte Zahlungsdaten entfernen: Der Extra-Schritt zum Eintippen der Karte-Daten verhindert Impulskäufe
  • Shopping-Apps vom Startbildschirm entfernen

Monatliches Einsparpotenzial: 20–60 €

Der 30-Tage-Aktionsplan

Setze die Änderungen schrittweise um — alle auf einmal zu ändern führt oft dazu, dass nichts bleibt:

Woche 1: Analyse und Abonnements

  • Kontoauszüge der letzten 3 Monate analysieren (2 Stunden)
  • Alle Abonnements auflisten
  • Ungenutzte Abonnements sofort kündigen (via Check24 oder direkt)
  • Handy- und Internetvertrag vergleichen

Ziel: 30–60 € sparen

Woche 2: Lebensmittel

  • Wochenmenü planen und Einkaufsliste erstellen
  • Einkauf bei Discountern stattdessen (Aldi/Lidl)
  • Lieferdienste auf 2x pro Woche begrenzen
  • Meal Prep am Wochenende einführen

Ziel: 40–60 € sparen

Woche 3: Energie und Wohnen

  • Thermostat um 1–2 Grad reduzieren
  • Standby-Verbraucher identifizieren und Steckerleisten nutzen
  • Stromanbieter via Check24/Verivox vergleichen und ggf. wechseln

Ziel: 15–30 € sparen

Woche 4: Verhalten

  • 48-Stunden-Regel einführen
  • E-Mail-Newsletter abmelden
  • Shopping-Apps vom Startbildschirm entfernen
  • Budget für die nächste Woche festlegen

Ziel: 20–40 € sparen

Was du mit den 150 € machen solltest

Geld sparen ist nur die halbe Arbeit — was du damit machst, ist entscheidend.

Empfohlene Prioritäten

1. Notgroschen aufbauen (falls noch nicht vorhanden)

  • Ziel: 3–6 Monatsausgaben
  • Auf Tagesgeldkonto bei DKB, ING oder Consorsbank (aktuell 3–4 % p.a.)
  • Mit 150 €/Monat hast du in 12 Monaten 1.800 € — ein guter Start

2. Hochverzinste Schulden tilgen (falls vorhanden)

  • Dispokredit zuerst (10–12 % p.a.)
  • Danach sonstige Ratenkredite

3. ETF-Sparplan starten

  • Einrichten bei Trade Republic, Scalable Capital oder ING
  • MSCI World oder FTSE All-World ETF
  • Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang

Automatisierung ist der Schlüssel

Richte einen Dauerauftrag ein, der am Tag des Gehaltseingangs 150 € auf ein Spar- oder Investmentkonto überweist. “Du siehst das Geld nicht, du gibst es nicht aus.”

Wie Monely dir helfen kann

Monely ist dein Verbündeter beim Identifizieren von Einsparpotenzialen:

Automatische Kategorisierung: Sieh sofort, wie viel du in jeder Kategorie ausgibst — und erkenne, wo das Geld hinfließt.

Budgets pro Kategorie: Lege Obergrenzen fest und werde benachrichtigt, wenn du sie erreichst.

Ausgabenverlauf: Vergleiche monat für Monat und stelle sicher, dass die Einsparungen stabil bleiben.

Abonnements erfassen: Trage wiederkehrende Kosten ein und behalte jederzeit den Überblick, was du zahlst.

Sparziele: Verfolge, wie dein Notgroschen oder ETF-Sparplan wächst — die steigende Kurve motiviert.

Fazit

150 € im Monat freizumachen erfordert keine großen Opfer. Es braucht kluge, kleine Anpassungen in mehreren Bereichen:

  • Abonnements: 20–80 €
  • Lebensmittel (smarter einkaufen): 30–80 €
  • Energie: 15–40 €
  • Handy und Internet: 10–40 €
  • Mobilität: 20–60 €
  • Impulskäufe: 20–60 €

Gesamtpotenzial: 115 bis 360 €/Monat

Der Schlüssel ist, die Änderungen schrittweise einzuführen und in dauerhafte Gewohnheiten umzuwandeln. In 30 Tagen hast du ein gesünderes Budget. In einem Jahr über 1.800 € mehr. In 5 Jahren über 10.000 €.

Fang heute an.


Nächste Schritte: Lade Monely herunter und mache deine Ausgaben-Analyse. Finde heraus, wo deine 150 € versteckt sind — und hol sie zurück.


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