In diesem Artikel
Sie haben wahrscheinlich schon von Investmentfonds gehört, sind sich aber nicht ganz sicher, wie sie funktionieren. Keine Sorge — das ist eine der häufigsten Fragen bei Anlageeinsteigern. Die gute Nachricht: Investmentfonds wurden genau dafür konzipiert, jedem den Einstieg in ein diversifiziertes Portfolio zu ermöglichen — ohne Börsenprofi sein zu müssen.
In diesem vollständigen Leitfaden erklären wir alles, was Sie wissen müssen: Was Investmentfonds sind, die verfügbaren Arten, wie Kosten funktionieren, wie Sie Renditen vergleichen und — am wichtigsten — wie Sie den richtigen Fonds für Ihr Profil auswählen.
Was sind Investmentfonds?
Ein Investmentfonds ist im Wesentlichen ein Geldpool vieler Anleger, der zusammen in ein diversifiziertes Wertpapierportfolio investiert wird. Stellen Sie es sich wie eine Finanz-Genossenschaft vor: Hunderte oder Tausende von Anlegern zahlen Geld ein, das von einem professionellen Fondsmanager verwaltet wird, der Anlageentscheidungen im Namen aller trifft.
Wenn Sie in einen Fonds investieren, kaufen Sie Anteile. Der Wert jedes Anteils ändert sich täglich und spiegelt die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Wertpapiere im Fondsportfolio wider. Steigen die Anlagen, sind Ihre Anteile mehr wert. Fallen sie, sinken Ihre Anteile im Wert.
Wie es in der Praxis funktioniert
Stellen Sie sich vor, 1.000 Menschen investieren jeweils 1.000 Euro in einen Fonds. Der Gesamtpool beträgt 1.000.000 Euro. Der Fondsmanager investiert dieses Geld je nach Fondsstrategie in Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere. Wenn der Pool nach einem Jahr auf 1.080.000 Euro gewachsen ist, ist jeder Anlegeranteil nun ungefähr 1.080 Euro wert — eine Rendite von 8 Prozent.
Wichtige Beteiligte in einem Fonds
| Beteiligter | Rolle |
|---|---|
| Anleger | Person, die Anteile am Fonds kauft |
| Fondsmanager | Profi, der entscheidet, wo investiert wird |
| Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) | Institution, die für den Fondsbetrieb verantwortlich ist |
| Verwahrstelle (Depotbank) | Bank, die das Fondsvermögen verwahrt |
| Vertrieb | Bank oder Plattform, die Anteile an Anleger verkauft |
| Prüfer | Wirtschaftsprüfer, der Fondsabschlüsse prüft |
In Deutschland sind Investmentfonds durch das KAGB (Kapitalanlagegesetzbuch) und die BaFin reguliert und müssen strenge Transparenz-, Offenlegungs- und Anlegerschutzvorschriften erfüllen.
Arten von Investmentfonds
In Deutschland gibt es mehrere Hauptkategorien von Investmentfonds, jede mit eigenen Eigenschaften bezüglich Risiko, Renditepotenzial und Strategie.
Hauptfondskategorien
| Fondstyp | Was er investiert | Risikoniveau | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Geldmarktfonds | Kurzfristige Anleihen, Tagesanleihen | Sehr gering | Notgroschen, Cash-Parken |
| Rentenfonds | Staats- und Unternehmensanleihen | Gering bis mittel | Konservative Anleger |
| Mischfonds | Kombination aus Aktien und Anleihen | Mittel | Moderate Anleger |
| Aktienfonds | Überwiegend Aktien | Mittel bis hoch | Wachstumsorientierte Anleger |
| Indexfonds/ETFs | Bildet einen Index nach (DAX, MSCI World) | Variiert | Langfristige passive Anleger |
| Internationale Fonds | Ausländische Aktien und Anleihen | Mittel bis hoch | Diversifikationssuchende |
Geldmarktfonds
Dies sind die sichersten Arten von Investmentfonds. Sie investieren in kurzfristige, hochwertige Schuldtitel wie Tagesanleihen, Commercial Paper und Festgelder. Häufig werden sie verwendet, um Cash zu parken und dabei etwas mehr als auf einem normalen Konto zu verdienen.
Typische Rendite: 2,8–3,5 % jährlich (Stand 2025, bei höheren Zinssätzen). Bei 10.000 Euro ergibt das grob 280–350 Euro pro Jahr.
Rentenfonds (Festverzinsliche)
Rentenfonds investieren überwiegend in Staats- und Unternehmensanleihen. Sie bieten vorhersehbarere Renditen als Aktienfonds, aber in der Regel weniger Wachstumspotenzial.
Häufige Untertypen:
- Staatsfonds: Investieren in Bundesanleihen und andere Staatsanleihen. Sehr sicher.
- Unternehmensanleihenfonds: Investieren in Unternehmensanleihen. Höhere Rendite, etwas mehr Risiko.
- High-Yield-Fonds: Investieren in niedriger bewertete (“Junk”-)Anleihen. Höhere Renditen, aber erheblich mehr Risiko.
- TIPS-ähnliche Fonds: Investieren in inflationsindexierte Wertpapiere. Schützen vor Inflation.
Aktienfonds
Aktienfonds investieren überwiegend in Aktien und sind die erste Wahl für Anleger, die langfristiges Wachstum anstreben. Sie tragen mehr Risiko, haben aber historisch über lange Zeiträume höhere Renditen erzielt.
Häufige Untertypen:
- Large-Cap-Fonds: Investieren in Großunternehmen (SAP, Siemens, BASF, aber auch Apple, Microsoft)
- Wachstumsfonds: Suchen Unternehmen, die schneller als der Markt wachsen sollen
- Value-Fonds: Suchen unterbewertete Unternehmen, die unter ihrem inneren Wert gehandelt werden
- Dividendenfonds: Fokussieren auf Unternehmen, die regelmäßige Dividenden zahlen
- Branchenfonds: Konzentrieren sich auf spezifische Branchen (Technologie, Gesundheit, Energie)
ETF-Sparplan: Die beliebteste Option in Deutschland
Der ETF-Sparplan hat die Geldanlage in Deutschland revolutioniert. Monatlich einen festen Betrag in einen börsengehandelten Indexfonds einzuzahlen ist heute die bevorzugte Investmentmethode für Einsteiger.
Gründe für die ETF-Sparplan-Popularität in Deutschland:
- Bereits ab 25 Euro monatlich bei vielen Anbietern
- Breite Diversifikation durch einen einzigen Kauf (z.B. MSCI World = über 1.500 Unternehmen)
- Sehr geringe Kosten (TER oft unter 0,2 % p.a.)
- Automatisiert: Einmalige Einrichtung, dann läuft alles allein
- Steuereinfach: Günstige Abgeltungsteuer, Sparerpauschbetrag nutzbar
Wie Fondsanteile funktionieren
Wenn Sie in einen Investmentfonds investieren, wird Ihr Geld in Anteile umgewandelt. Der Preis pro Anteil wird als NAV (Nettoinventarwert) oder Anteilswert bezeichnet.
Formel:
Anteilswert = (Fondsvermögen − Verbindlichkeiten) ÷ Gesamtzahl der Anteile
Praktisches Beispiel:
- Fondsvermögen: 500.000.000 Euro
- Anteile gesamt: 50.000.000
- Anteilswert: 10 Euro pro Anteil
- Sie investieren 5.000 Euro und erhalten 500 Anteile
Am nächsten Tag, wenn das Vermögen auf 505.000.000 Euro wächst:
- Neuer Anteilswert: 10,10 Euro
- Ihre 500 Anteile sind jetzt 5.050 Euro wert
- Sie haben 50 Euro (1 % Wertzuwachs) gewonnen
Kosten: Was Sie für Fondsanlagen zahlen
Kosten sind einer der kritischsten Faktoren bei der Fondsauswahl. Sie beeinflussen direkt Ihre Nettorendite, und selbst kleine Unterschiede wirken sich über die Zeit dramatisch aus.
Arten von Kosten
| Kosten | Was es ist | Typischer Bereich | Wann fällig |
|---|---|---|---|
| Gesamtkostenquote (TER) | Jährliche Betriebskosten des Fonds | 0,03–2,0 % | Täglich (im Anteilswert eingerechnet) |
| Ausgabeaufschlag | Verkaufsprovision beim Kauf | 0–5 % | Beim Kauf |
| Rücknahmeabschlag | Verkaufsprovision beim Verkauf | 0–2 % | Beim Verkauf |
| Transaktionsgebühren (Broker) | Depotgebühr oder Order-Provision | 0–10 € | Pro Order |
Die TER: Ihre wichtigste Zahl
Die Gesamtkostenquote (TER) ist die jährliche Gebühr als Prozentsatz Ihrer Anlage. Sie deckt Management, Verwaltung und Betriebskosten. Das ist die mit Abstand wichtigste Gebühr beim Vergleich.
Auswirkung der TER über die Zeit (10.000 Euro angelegt, 8 % Brutto-Jahresrendite):
| TER | Netto-Jahresrendite | Wert nach 10 Jahren | Wert nach 30 Jahren | Kosten über 30 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| 0,07 % | 7,93 % | 21.444 € | 98.362 € | Referenz |
| 0,20 % | 7,80 % | 21.148 € | 95.700 € | 2.662 € |
| 0,75 % | 7,25 % | 20.133 € | 85.339 € | 13.023 € |
| 1,50 % | 6,50 % | 18.771 € | 72.435 € | 25.927 € |
| 2,00 % | 6,00 % | 17.908 € | 65.584 € | 32.778 € |
Ein Fonds mit 2,0 % TER statt 0,07 % kostet Sie bei einer einzigen 10.000-Euro-Anlage über 30 Jahre fast 33.000 Euro. Das ist die Kraft von Zinseszinskosten, die gegen Sie arbeiten.
Aktive Fonds vs. ETFs in Deutschland
| Merkmal | Aktiv gemanagter Fonds | ETF (passiv) |
|---|---|---|
| Handelszeiten | Täglich (Fondspreis) | Börsenzeiten (Echtzeit) |
| Typische TER | 0,80–2,0 % | 0,05–0,50 % |
| Ausgabeaufschlag | Häufig (bis 5 %) | Meist 0 % |
| Steuertransparenz | Gut | Sehr gut |
| Fondsmanagement | Aktiv, Manager entscheidet | Passiv, Index nachbilden |
| Transparenz der Zusammensetzung | Quartalsweise | Täglich |
Besteuerung von Fondserträgen in Deutschland
Gewinne aus Fonds unterliegen der Abgeltungsteuer. Ein wichtiger Aspekt für thesaurierende (nicht ausschüttende) ETFs ist die Vorabpauschale:
| Kontenart | Steuerlicher Vorteil | Beitragslimit (2025) |
|---|---|---|
| Private Depot (normales Konto) | Sparerpauschbetrag 1.000 € | Unbegrenzt |
| ETF-Sparplan (Depot) | Sparerpauschbetrag | Unbegrenzt |
| Riester-Rente | Steuerliche Förderung + staatliche Zulage | 2.100 € mit Zulagen |
| Rürup-Rente | Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar | 29.344 € (2026) |
| Betriebliche Altersvorsorge (bAV) | Beiträge aus Bruttolohn | Bis 3.624 € steuerfrei |
Wie Sie die Fondsperformance vergleichen
Fonds zu vergleichen bedeutet nicht nur, auf die höchste Rendite des letzten Monats zu schauen. Eine gründliche Analyse berücksichtigt mehrere Faktoren.
Wesentliche Kennzahlen
| Kennzahl | Was sie misst | Wie interpretieren |
|---|---|---|
| Gesamtrendite | Gesamter Gewinn/Verlust inkl. Dividenden | Höher ist besser (risikoadjustiert) |
| Benchmark-Vergleich | Performance vs. relevanter Index | Konstant schlägt Benchmark = gutes Zeichen |
| Sharpe Ratio | Risikoadjustierte Rendite | Über 0,5 gut; über 1,0 ausgezeichnet |
| Standardabweichung | Wie stark die Renditen schwanken | Niedrig = berechenbarer |
| Maximaler Drawdown | Größter Rückgang Höchststand zu Tiefststand | Niedriger = widerstandsfähiger |
| Alpha | Überschussrendite gegenüber Benchmark | Positiv = outperformt |
| Beta | Sensibilität gegenüber Marktbewegungen | 1,0 = bewegt sich mit dem Markt |
Vergleichsbeispiel: 3 Aktienfonds
| Kriterium | Fonds A | Fonds B | Fonds C |
|---|---|---|---|
| 5-Jahres-Ø-Jahresrendite | 10,8 % | 9,5 % | 11,5 % |
| TER | 0,07 % | 0,85 % | 1,50 % |
| Mindestanlage | 25 € (Sparplan) | 2.500 € | 10.000 € |
| Sharpe Ratio | 0,78 | 0,68 | 0,75 |
| Fondsvolumen | 15 Mrd. € | 1 Mrd. € | 500 Mio. € |
| Morningstar Rating | 5 Sterne | 4 Sterne | 4 Sterne |
In diesem Beispiel ist Fonds A ein günstiger Indexfonds mit hervorragenden risikobereinigten Renditen. Fonds C hat die höchste Rohrendite, kostet aber 21-mal mehr an Gebühren und trägt mehr Risiko. Über Jahrzehnte wird Fonds A die meisten Anleger mit besseren Nettorenditen belohnen.
Risikoeinstufung
Das Verstehen von Risiko ist entscheidend für die Wahl der richtigen Fonds.
Risikospektrum
| Risikoniveau | Fondstypen | Typische Jahresvolatilität |
|---|---|---|
| Sehr gering | Geldmarkt, Ultra-Kurzläufer-Renten | 0,1–1 % |
| Gering | Kurzläufer-Renten, Staatsanleihen | 1–4 % |
| Gering bis mittel | Mittlere Renten, konservative Mischfonds | 4–8 % |
| Mittel | Balanced, Large-Cap Value | 8–15 % |
| Mittel bis hoch | Large-Cap Growth, Mid-Cap | 15–20 % |
| Hoch | Small-Cap, International, Sektorfonds | 20–30 % |
| Sehr hoch | Schwellenländer, gehebelt | 30 %+ |
Risiko vs. Anlegertyp
| Typ | Risikotoleranz | Empfohlene Fonds | Musterallokation |
|---|---|---|---|
| Konservativ | Gering | Rentenfonds, Geldmarkt | 80 % Renten + 20 % Aktien |
| Ausgewogen | Mittel | Mischfonds, Indexfonds | 40 % Renten + 60 % Aktien |
| Offensiv | Hoch | Aktienfonds, international, Sektorfonds | 15 % Renten + 85 % Aktien |
Vor- und Nachteile von Investmentfonds
Vorteile
- Professionelles Management: Erfahrene Fondsmanager übernehmen Recherche und Anlageentscheidungen
- Sofortige Diversifikation: Schon ab wenigen Euro besitzen Sie einen Anteil an Hunderten oder Tausenden Wertpapieren
- Zugänglichkeit: Geringe Mindestbeträge (ETF-Sparplan ab 25 Euro/Monat) ermöglichen Anlegen für jeden
- Liquidität: Die meisten Fonds erlauben täglichen Kauf und Verkauf
- Regulierung: BaFin und KAGB sichern Transparenz, regelmäßige Berichte und Anlegerschutz
- Komfort: Automatische Sparpläne, Dividendenreinvestition und einfacher Online-Zugang
Nachteile
- Kosten können Renditen schmälern: Hohe TER, Ausgabeaufschläge und andere Gebühren belasten Ihre Erträge
- Mangelnde Kontrolle: Sie können nicht wählen, welche einzelnen Aktien oder Anleihen der Fonds hält
- Steuerliche Komplexität: Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs kann unerwartete Steuerbelastung verursachen
- Überdiversifikation: Manche Fonds halten so viele Wertpapiere, dass sie faktisch den Index abbilden, während aktive Managementgebühren berechnet werden
- Tagespreis (Fonds): Im Gegensatz zu ETFs werden traditionelle Fondanteile nur einmal täglich bewertet
ETFs: Die kostengünstige Alternative
ETFs (Exchange-Traded Funds) haben die Geldanlage durch die Kombination der Diversifikation von Investmentfonds mit der Handelbarkeit von Aktien revolutioniert — und das zu erheblich geringeren Kosten.
ETF vs. Traditioneller Investmentfonds
| Merkmal | ETF | Traditioneller Fonds |
|---|---|---|
| Handel | Ganztags (wie Aktien) | Einmal täglich (nach Börsenschluss) |
| Typische TER | 0,05–0,50 % | 0,80–2,0 % |
| Mindestanlage (Sparplan) | Ab 25 € | Ab 50–1.000 € |
| Steuerliche Effizienz | Allgemein effizienter | Weniger effizient |
| Management | Überwiegend passiv (Index nachbilden) | Oft aktiv (Manager entscheidet) |
| Transparenz | Tägliche Veröffentlichung der Zusammensetzung | Quartalsweise |
Beliebte ETFs auf dem deutschen Markt
| ETF | Was er abbildet | TER |
|---|---|---|
| iShares Core MSCI World | Weltweit über 1.500 Aktien | 0,20 % |
| Xtrackers MSCI World | Weltweit über 1.500 Aktien | 0,19 % |
| Vanguard FTSE All-World | Welt inkl. Schwellenländer | 0,22 % |
| iShares Core DAX | 40 größte deutsche Aktien | 0,16 % |
| Xtrackers Euro Stoxx 50 | 50 größte Eurozone-Aktien | 0,09 % |
| iShares MSCI Emerging Markets | Schwellenländeraktien | 0,18 % |
| iShares Core Euro Corp Bond | Europäische Unternehmensanleihen | 0,20 % |
| Xetra-Gold | Goldpreis | 0,35 % |
Warum ETF-Sparpläne in Deutschland so populär sind
- Minimale Kosten: Große Index-ETFs verlangen weniger als 0,25 % — nahezu kostenlos
- Kosteneffizienz: ETFs nutzen ein “In-Kind”-Redemptionsverfahren, das steuerliche Kapitalgewinnausschüttungen minimiert
- Intraday-Handel: Kauf und Verkauf ganztags zu Echtzeitpreisen, mit Limit-Orders
- Vollständige Transparenz: Sie wissen täglich genau, was Sie besitzen
- Keine Mindestanlage jenseits des Sparplans: Kaufen Sie schon ab einem Anteil oder sogar Bruchteile
Wie Sie den richtigen Fonds auswählen
Die richtige Wahl muss nicht überwältigend sein. Folgen Sie diesem Schritt-für-Schritt-Prozess:
Schritt 1: Ihr Ziel definieren
Fragen Sie sich: Wofür lege ich an?
- Notgroschen: Geldmarktfonds (sofortiger Zugriff)
- Kurzfristig (1–3 Jahre): Kurzläufer-Rentenfonds oder konservativer Mischfonds
- Mittelfristig (3–10 Jahre): Mischfonds, Balanced-ETF oder diversifizierter Indexfonds
- Langfristig/Altersvorsorge (10+ Jahre): Aktienindex-ETF, z.B. MSCI World oder FTSE All-World
Schritt 2: Risikotoleranz ermitteln
Gehen Sie ehrlich mit sich um: Wenn Ihr Portfolio um 20 % fiele, würden Sie in Panik verkaufen? Dann brauchen Sie eine konservativere Allokation.
Schritt 3: Kosten vergleichen
Die TER ist Ihr erster Filter. Meiden Sie Fonds mit hohen Kosten für ihre Kategorie:
| Fondskategorie | Vertretbare TER | Zu teuer |
|---|---|---|
| Indexfonds (Aktien) | Unter 0,25 % | Über 0,50 % |
| Indexfonds (Renten) | Unter 0,25 % | Über 0,40 % |
| Aktiv gemanagter Aktien | Unter 0,80 % | Über 1,50 % |
| Aktiv gemanagter Renten | Unter 0,50 % | Über 1,00 % |
Schritt 4: Track Record prüfen
Schauen Sie sich die Performance über 3, 5 und 10 Jahre an. Vergleichen Sie mit dem entsprechenden Vergleichsindex. Ein aktiv gemanagter Large-Cap-Fonds, der nach Kosten konstant unter dem DAX liegt, ist seinen Mehrpreis nicht wert.
Schritt 5: Fondsgesellschaft prüfen
Seriöse Fondsgesellschaften mit nachgewiesener Erfolgsbilanz umfassen: iShares (BlackRock), Vanguard, Xtrackers (DWS), Lyxor (Amundi), Comstage, HSBC. Sie bieten geringe Kosten, guten Kundenservice und eine breite Fondsauswahl.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
1. Vergangener Performance nachjagen
Das ist der häufigste Fehler. Ein Fonds mit 30 % Rendite letztes Jahr kann dieses Jahr 10 % verlieren. Vergangene Wertentwicklung ist keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
2. Kosten ignorieren
Ein Unterschied von 1 % an Jahresgebühren klingt nach wenig — aber über 30 Jahre bei einer 100.000-Euro-Anlage kann das über 100.000 Euro an Potenzialvermögen bedeuten.
3. Überdiversifikation
15 verschiedene Investmentfonds zu besitzen bedeutet nicht automatisch gute Diversifikation. Viele Fonds halten ähnliche Aktien. Mit nur 3–4 gut gewählten Indexfonds können Sie oft bessere Diversifikation erreichen.
4. Markt-Timing versuchen
Fonds beim “richtigen” Moment kaufen und vor Rückgängen zu verkaufen ist eine verlierende Strategie. Richten Sie automatische Sparpläne ein und bleiben Sie dabei.
5. Keine Neuausrichtung vornehmen
Über die Zeit driftet Ihr Portfolio von Ihrer Ziellallokation ab. Wenn Aktien stärker steigen als Renten, könnten Sie mit 80 % Aktien dastehen, obwohl 60 % geplant waren. Jährlich neu ausrichten.
Wie Monely Ihnen Helfen Kann
In Fonds zu investieren ist ein hervorragender Schritt zum Vermögensaufbau, aber ohne solide finanzielle Organisation ist es schwer zu wissen, wie viel Sie tatsächlich monatlich anlegen können. Monely hilft Ihnen auf mehrere Weisen:
- Vollständiger Finanzüberblick: Alle Einnahmen, Ausgaben und Anlagen an einem Ort verfolgen. Zu wissen, wohin Ihr Geld geht, ist der erste Schritt zu mehr konsequentem Anlegen.
- Finanzielle Ziele: Anlageziele setzen und Fortschritt verfolgen. Möchten Sie in 2 Jahren ein Portfolio von 50.000 Euro aufbauen? Monely zeigt exakt, wie viel Sie monatlich sparen müssen.
- Smarte Kategorisierung: Fondsbeiträge von anderen Ausgaben trennen. Klar erkennen, wie viel Sie anlegen vs. ausgeben.
- Schnelle Erfassung per WhatsApp: 500 Euro in den MSCI World ETF-Sparplan überwiesen? Senden Sie eine WhatsApp-Nachricht und Monely erfasst sie automatisch mit KI.
- Mehrkontenverwaltung: Girokonto, Tagesgeldkonto und Depot nebeneinander organisiert behalten.
- Berichte und Diagramme: Ihr Vermögenswachstum über die Zeit in übersichtlichen Grafiken visualisieren.
Fazit
Investmentfonds sind einer der zugänglichsten und praktischsten Wege, mit dem Anlegen zu beginnen und Ihr Vermögen zu diversifizieren. Mit ETF-Sparplänen ab 25 Euro, professionellem Management und einer enormen Vielfalt an Optionen gibt es für jedes Profil und Ziel einen passenden Fonds.
Der Schlüssel liegt darin, die Unterschiede zwischen Fondsarten zu verstehen, Kosten genau zu beachten, Renditen intelligent zu vergleichen und vor allem konsequent zu bleiben. Monatlich 300 Euro in einen soliden Indexfonds zu investieren über 10 Jahre wird weit bessere Ergebnisse liefern als einmalig 5.000 Euro und dann Vergessen.
Für Einsteiger ist der Weg klar: Starten Sie mit einem kostengünstigen Indexfonds, der den Gesamtmarkt oder MSCI World abbildet. Wenn Sie Erfahrung und Wissen aufgebaut haben, erkunden Sie internationale Fonds, Rentenfonds und sektorspezifische Optionen. Und denken Sie ernsthaft an einen ETF-Sparplan als Ihr primäres Vehikel — ihre geringen Kosten machen sie schwer zu schlagen.
Der wichtigste Schritt ist der erste. Um alles organisiert zu behalten — Anlagen, Ziele und den Finanzfluss — verlassen Sie sich auf Monely. Organisieren Sie alle Ihre Anlagen an einem Ort und gewinnen Sie vollständige Klarheit über Ihr Finanzleben.
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