Startseite
Produkt
Vergleiche Preise Blog Anmelden

Offene Immobilienfonds: Immobilien mit wenig Geld

Ziele und Investitionen
Offene Immobilienfonds: Immobilien mit wenig Geld
In diesem Artikel

Haben Sie jemals davon geträumt, monatlich Mieteinnahmen zu erhalten — aber gedacht, Sie bräuchten Hunderttausende von Euro, um eine Immobilie zu kaufen? Was wäre, wenn ich Ihnen sagte, dass es möglich ist, Teile von Bürogebäuden, Einkaufszentren und Logistikzentren ab 50 € zu besitzen?

In Deutschland gibt es mehrere Wege, mit kleinem Budget in Immobilien zu investieren: offene Immobilienfonds, REITs (Real Estate Investment Trusts) und Immobilien-ETFs. Laut Daten des deutschen Fondsverbands BVI sind in offenen Immobilienfonds hierzulande bereits über 130 Milliarden Euro angelegt. Und das aus gutem Grund: Diese Anlageformen ermöglichen es, an den Erträgen aus gewerblichen Immobilien teilzuhaben, ohne die Verwaltungsarbeit eines Vermieters übernehmen zu müssen.

In diesem vollständigen Leitfaden erfahren Sie, was diese Anlageformen sind, welche Typen es gibt, wie man die besten auswählt, Renditen berechnet und ein diversifiziertes Portfolio aufbaut — auch mit kleinem Startkapital.

Drei Wege, in Immobilien zu investieren (ohne Eigenheim)

In Deutschland gibt es drei Hauptwege für indirektes Immobilieninvestment:

AnlageformMindestanlageLiquiditätBesonderheit
Offene Immobilienfonds50–500 €Gering (Haltefristen!)Direkte Immobilienportfolios in Deutschland und Europa
Geschlossene Immobilienfonds5.000–20.000 €Sehr gering (bis Laufzeitende gebunden)Für Profi-Anleger geeignet
REITs / Immobilien-ETFs1 Anteil (~10–200 €)Hoch (börsentäglich handelbar)International diversifiziert, transparent

Für Anfänger empfehlen sich REITs und Immobilien-ETFs wegen der höheren Liquidität und Transparenz. Offene Immobilienfonds sind eine gute Ergänzung, aber die zweijährige Haltefrist und einjährige Kündigungsfrist müssen beachtet werden.

Was sind REITs?

REITs (Real Estate Investment Trusts) sind börsennotierte Unternehmen, die Immobilien besitzen, betreiben oder finanzieren. Sie funktionieren wie Aktien: Sie kaufen Anteile an der Börse, und der REIT schüttet die Mieteinnahmen als Dividende aus.

In den USA und weltweit müssen REITs mindestens 90 % ihres steuerpflichtigen Einkommens an Anteilseigner ausschütten. In Deutschland gibt es die sogenannten G-REITs (German REITs), die unter ähnlichen Bedingungen operieren.

Wie es in der Praxis funktioniert:

Stellen Sie sich vor, ein REIT besitzt ein Portfolio aus Bürogebäuden. Die Mieter zahlen Miete an den REIT, der nach Abzug einer Verwaltungsgebühr (in der Regel 0,5–2 % jährlich) den Rest proportional an die Anteilseigner ausschüttet:

Reales Beispiel:

  • Sie kaufen 100 Anteile von REIT XYZ zu 40 € pro Stück = 4.000 € investiert
  • Der REIT zahlt 0,80 € pro Anteil pro Quartal = Sie erhalten 80 € pro Quartal (320 €/Jahr)
  • Dividendenrendite: 8 % jährlich (320 € ÷ 4.000 €)

Vorteile von REITs und Immobilienfonds

VorteilBeschreibung
Niedrige EinstiegshürdeAnteile ab 10–200 € (vs. 100.000+ € für Direktkauf)
Liquidität (bei REITs)Börsentäglich kaufen und verkaufen
DiversifikationZugang zu Gewerbeimmobilien über viele Sektoren
Professionelles ManagementKeine Verwaltungsaufgaben, keine Mietersuche
InflationsschutzMieten steigen typischerweise mit der Inflation
Passives EinkommenRegelmäßige Ausschüttungen

Typen von Immobilienanlagen in Deutschland

1. Offene Immobilienfonds

Das deutsche Spezifikum: Offene Immobilienfonds wie Deka-Immobilien, Union Investment oder Commerz Real besitzen direkt Gewerbeimmobilien (Büros, Hotels, Logistik, Einzelhandel).

Wichtige Besonderheiten:

  • Mindesthaltedauer: 24 Monate
  • Kündigungsfrist: 12 Monate (seit 2013 gesetzlich vorgeschrieben nach Finanzkrise 2008–2012)
  • Rendite: Typischerweise 2–4 % p. a. nach Kosten
  • TER: Ca. 0,6–1,2 % p. a.

Bekannte offene Immobilienfonds in Deutschland:

  • Deka-ImmobilienEuropa (DE0009809566)
  • UniImmo: Deutschland (DE0009750273)
  • hausInvest von Commerz Real (DE0009807016)

2. Börsennotierte Immobilienaktien (REITs und Immobilienunternehmen)

Diese werden an der Deutschen Börse (XETRA) gehandelt:

TypAsset-BeispieleProfil
WohnimmobilienVonovia, LEG Immobilien (Wohnungen)Stabile Einnahmen, rezessionsresistent
BüroimmobilienAlstria Office, Deutsche EuroShopAbhängig von Bürountermietung
Logistik/IndustrieVGP, Warehouses De PauwWächst mit E-Commerce
G-REITsHAMBORNER REIT, alstriaSteuerlich begünstigt
Europäische REITsUnibail-Rodamco (Einkaufszentren)Großes Portfolio, börsennotiert

3. Immobilien-ETFs

Für maximale Diversifikation mit einem einzigen Kauf:

ETFTickerFokusTER
iShares European Property ETFIPRPEuropäische Immobilien0,40 %
Xtrackers FTSE EPRA/NAREIT Developed ETFXREAWeltweite Immobilien0,25 %
SPDR Dow Jones Global Real EstateRWOGlobal diversifiziert0,50 %
Amundi MSCI World Real Estate ETFREWDWeltweite Immobilien0,25 %

Tipp: Beginnen Sie mit einem weltweiten Immobilien-ETF, wenn Sie passive Exposition zum gesamten Immobilienmarkt möchten.

Wie man eine gute Immobilienanlage auswählt

Schauen Sie nicht nur auf die Dividendenrendite. Berücksichtigen Sie diese Kennzahlen:

1. Dividendenrendite

Formel: Dividendenrendite = (Jährliche Dividende pro Anteil ÷ Aktienkurs) × 100

Beispiel:

  • REIT XYZ zahlt 2,00 €/Anteil/Jahr
  • Kurs: 30 €
  • Rendite = (2,00 ÷ 30) × 100 = 6,67 % jährlich

Benchmark: Aktuelle REIT-Renditen liegen typischerweise bei 3–7 %. Über 8 % können ein Warnsignal für nicht nachhaltige Ausschüttungen oder gesunkene Kurse sein.

2. Verschuldungsgrad (LTV — Loan-to-Value)

Misst, wie viel Prozent der Immobilien mit Fremdkapital finanziert sind:

  • Unter 40 %: Konservativ (weniger Schulden)
  • 40–50 %: Moderat
  • Über 50 %: Hohe Verschuldung (riskant bei steigenden Zinsen)

3. Leerstandsquote

Prozentsatz der unvermieteten Flächen. Niedriger ist besser:

  • Unter 5 %: Hervorragend
  • 5–10 %: Gut
  • Über 10 %: Mögliche Probleme

4. Managementqualität und Track Record

Prüfen Sie:

  • Jahre in der Branche: 10+ Jahre zeigen Erfahrung
  • Dividendenhistorie: Wurde die Dividende konsistent gezahlt (auch in Krisen)?
  • Akquisitionsstrategie: Kluge Käufe oder Überzahlung?

5. Zinsänderungsrisiko in Deutschland

Angesichts der Zinserhöhungen der EZB in 2022–2024 ist das Zinsänderungsrisiko besonders relevant:

  • Steigende Zinsen erhöhen Finanzierungskosten für REITs
  • Anleihen werden attraktiver (Konkurrenz zu REIT-Renditen)
  • Immobilienwerte können unter Druck geraten

Mitigation: Fokus auf REITs mit niedrigem Verschuldungsgrad und langen Zinsbindungsfristen.

Wie man ein Immobilien-Portfolio aufbaut

Diversifikation ist entscheidend. Hier sind Musterallokationen für verschiedene Risikoprofile:

Konservatives Portfolio (Priorisiert stabiles Einkommen)

AnlagetypAllokationBeispiele
Offene Immobilienfonds (Deutschland/Europa)40 %hausInvest, UniImmo
Wohnimmobilien-Aktien30 %Vonovia, LEG Immobilien
Immobilien-ETF weltweit30 %Xtrackers FTSE EPRA/NAREIT

Profil: 3–4 % Rendite, niedrige Volatilität, inflationsgeschützt.

Moderates Portfolio (Ausgewogen)

AnlagetypAllokationBeispiele
Logistik/Industrie REITs30 %VGP, Prologis
Wohnimmobilien25 %Vonovia, Deutsche Wohnen
Büroimmobilien20 %alstria Office
Immobilien-ETF weltweit25 %Amundi MSCI World Real Estate

Profil: 4–6 % Rendite, moderate Volatilität, Wachstum + Einkommen.

Offensives Portfolio (Wachstumsfokus)

AnlagetypAllokationBeispiele
Logistik/Rechenzentren weltweit40 %Prologis, Digital Realty
Europäische REITs35 %Unibail-Rodamco, Covivio
Schwellenländer-Immobilien25 %EM Real Estate ETF

Profil: 5–8 % Rendite, höhere Volatilität, starkes Wachstumspotenzial.

Risiken von Immobilienanlagen

Vor dem Investieren die wichtigsten Risiken verstehen:

1. Zinsänderungsrisiko

REITs und Immobilienfonds reagieren empfindlich auf Zinssätze. Wenn die EZB die Zinsen erhöht, fallen REIT-Kurse typischerweise (weil Anleihen attraktiver werden). In Deutschland war dies 2022–2023 deutlich zu spüren: Vonovia-Aktie verlor zeitweise über 60 % ihres Werts.

Mitigation: Fokus auf REITs mit niedrigem LTV und solider Cashflow-Basis.

2. Wirtschaftliches Abschwungs-Risiko

In Rezessionen können Mieter ausfallen, Leerstand steigt und Immobilienwerte sinken.

Mitigation: Diversifikation über Sektoren (Wohnen, Logistik, Healthcare).

3. Sektorspezifisches Risiko

Jeder Sektor hat einzigartige Herausforderungen:

  • Büros: Homeoffice-Trend reduziert Nachfrage
  • Einzelhandel: E-Commerce stört stationären Handel
  • Hotels: Konjunkturabhängig

Mitigation: Nicht alles in einen Sektor stecken.

4. Haltefristen-Risiko (offene Immobilienfonds)

Bei offenen Immobilienfonds in Deutschland gilt: Mindesthaltedauer 24 Monate + 12 Monate Kündigungsfrist. Das bedeutet: Sie können nicht kurzfristig auf Ihr Geld zugreifen.

Mitigation: Nur Geld anlegen, das Sie mindestens 3 Jahre nicht benötigen.

Besteuerung von Immobilienanlagen in Deutschland

Dividenden aus REITs und Immobilien-ETFs

  • Abgeltungssteuer: 25 % auf Dividenden und Kapitalerträge
  • Solidaritätszuschlag: 5,5 % auf die Abgeltungssteuer
  • Sparerpauschbetrag: Erste 1.000 € (Einzelpersonen) / 2.000 € (Ehepaare) jährlich steuerfrei

Besonderheit: Teilfreistellung bei Immobilienfonds

Für offene Immobilienfonds gilt eine steuerliche Teilfreistellung:

  • Bei mind. 51 % direkte Immobilienquote: 60 % der Erträge sind steuerfrei (= effektiv nur 10 % Steuer statt 25 %)
  • Das macht offene Immobilienfonds steuerlich sehr attraktiv gegenüber direktem Immobilienbesitz

Vorabpauschale bei thesaurierenden ETFs

Wie bei anderen ETFs gilt auch für Immobilien-ETFs die jährliche Vorabpauschale — eine fiktive Mindestbesteuerung, auch wenn keine Ausschüttung erfolgt.

So starten Sie mit Immobilienanlagen

Schritt 1: Depot bei einem Broker eröffnen

Wählen Sie einen Broker mit guter ETF- und REIT-Auswahl:

  • Trade Republic (günstig, einfach)
  • Scalable Capital (gute App, große Auswahl)
  • DKB (integriert in Girokonto)
  • Comdirect/Consorsbank (für offene Immobilienfonds)

Schritt 2: Mit Immobilien-ETF oder offenem Immobilienfonds beginnen

Für Anfänger: Zuerst einen Immobilien-ETF-Sparplan einrichten — breite Diversifikation, täglich handelbar, ab 25 €/Monat.

Schritt 3: Einzelne REITs nach und nach hinzufügen

Wenn Sie mehr Erfahrung haben, können Sie einzelne REITs für gezieltes Exposure (z. B. nur Logistik oder nur Wohnimmobilien) hinzufügen.

Schritt 4: Dividenden reinvestieren (DRIP)

Reinvestieren Sie erhaltene Dividenden für maximalen Zinseszins-Effekt.

Beispiel für Zinseszins-Wachstum:

  • Anfangsinvestition: 5.000 € in Immobilien-ETF
  • Durchschnittliche Rendite: 5 % jährlich
  • Mit Reinvestition über 20 Jahre: 13.266 €
  • Ohne Reinvestition: 10.000 €

REITs vs. Direktimmobilien: Was ist besser?

KriteriumREITs / ImmobilienfondsDirektimmobilie
StartkapitalAb 50 €Ab 50.000–100.000 € (Eigenkapital)
LiquiditätHoch (REITs: jederzeit verkaufen)Niedrig (Monate bis Jahre)
Monatliche KostenKeineHausgeld, Instandhaltung, Verwaltung
DiversifikationEinfach (viele Objekte, Regionen)Schwierig (hoher Kapitalbedarf)
VerwaltungsaufwandNullHoch (Vermieterrolle)
Hebel/FinanzierungBegrenztHoch (Baufinanzierung möglich)
Steuerliche TransparenzKlarKomplex (Abschreibung, Werbungskosten)

Fazit: REITs und Immobilienfonds sind besser für passives Einkommen und Diversifikation ohne Aufwand. Direktimmobilien sind besser für Menschen, die aktiv in Immobilien tätig sein wollen und Zugang zu günstigem Fremdkapital haben.

Wie Monely Ihnen Helfen Kann

In REITs oder offene Immobilienfonds zu investieren ist großartig — aber es macht nur Sinn, wenn Ihre persönlichen Finanzen geordnet sind. Bevor Sie Geld in Immobilienanlagen stecken, brauchen Sie Kontrolle über Einnahmen, Ausgaben und Ziele. Genau hier kommt Monely ins Spiel.

Mit Monely können Sie:

  • Klare Finanzziele setzen: Erstellen Sie ein Ziel “Immobilien-Portfolio” mit einem Zielbetrag und Zeitrahmen und verfolgen Sie Ihren Fortschritt visuell mit jedem monatlichen Beitrag
  • Dividendeneinnahmen erfassen: Kategorisieren Sie REIT-Dividenden als “Investitionseinkommen” und sehen Sie deren Auswirkung auf Ihren monatlichen Cashflow
  • Monatliche Beiträge tracken: Richten Sie automatische wiederkehrende Transaktionen ein, um sich daran zu erinnern, jeden Monat zu investieren (z. B. “Immobilien-ETF-Sparplan — 100 € — jeden 10.”)
  • Investmentkonto separieren: Erstellen Sie ein “Investmentkonto” in der App, um für Immobilienanlagen bestimmtes Geld zu isolieren
  • Konsolidiertes Nettovermögen überwachen: Sehen Sie, wie viel Sie in Immobilienanlagen angesammelt haben, neben Ihren anderen Konten und Investitionen
  • Beitragserinnerungen erhalten: Richten Sie Push-Benachrichtigungen ein, damit Sie nie vergessen, erhaltene Dividenden zu reinvestieren

Fazit

Immobilienanlagen wurden in Deutschland durch offene Immobilienfonds, REITs und Immobilien-ETFs für jeden zugänglich gemacht. Mit 50–100 € können Sie anfangen, Ausschüttungen zu erhalten, Ihr Portfolio zu diversifizieren und an den Gewinnen von Bürogebäuden, Lagerhallen und Wohnkomplexen teilzuhaben — alles ohne die Mühen eines Vermieters.

Die Zahlen sprechen für sich: Über 130 Milliarden Euro sind allein in deutschen offenen Immobilienfonds investiert, und der internationale REIT-Markt hat den MSCI World in vielen Zeiträumen langfristig übertroffen. Mit einer EZB-Leitzinsstabilisierung (Prognosen für 2027 bei 2,5–3 %) werden Immobilienanlagen als Einkommensalternative gegenüber kurzfristigen Tagesgeldkonten wieder attraktiver.

Aber denken Sie daran: Immobilienanlagen sind kein Tagesgeldkonto. Sie haben Marktrisiko, Zinsempfindlichkeit und sektorspezifische Herausforderungen. Der Schlüssel liegt darin, zu diversifizieren, die Grundlagen zu studieren und langfristig zu denken. Wenn Sie das tun, können Sie über die Zeit einen Einkommensstrom aufbauen, der exponentiell wachsen kann — besonders wenn Sie Dividenden reinvestieren.

Fangen Sie mit einem Immobilien-ETF-Sparplan ab 100 €/Monat an und bauen Sie Ihr Portfolio weiter aus, während Sie lernen. In 10–15 Jahren könnten Sie ein robustes Portfolio haben, das 300–1.000 €/Monat an passivem Einkommen generiert. Der Traum von finanzieller Freiheit durch Immobilien war noch nie so zugänglich.


Bereit, in Immobilien zu investieren und Ihre Finanzen zu organisieren? Laden Sie Monely herunter und behalten Sie vollständige Kontrolle über Ihre Investitionen, Ziele und Einnahmen — alles an einem Ort.

Organisieren Sie Ihre Finanzen mit Monely

Verfolgen Sie Einnahmen, Ausgaben und Ziele ganz einfach.

Keine Kreditkarte erforderlich.