In diesem Artikel
Stellen Sie sich vor, Ihre gesamte Finanzhistorie mit wenigen Klicks von einer Bank zur anderen zu übertragen — ohne endlosen Papierkram, ohne erneutes Einkommensnachweisen, ohne bei Null anzufangen. Stellen Sie sich vor, personalisierte Kreditangebote mit den besten Marktzinsen zu erhalten, weil Finanzinstitute Ihr echtes Zahlungsprofil bereits kennen. Das ist keine Zukunftsmusik — das ist Open Banking, und es verändert bereits, wie Verbraucher in Deutschland und Europa mit Finanzdienstleistungen interagieren.
Open Banking ist eine der bedeutendsten Transformationen in der persönlichen Finanzwelt der letzten Jahrzehnte. In Deutschland und der EU wird es durch PSD2 (Payment Services Directive 2) geregelt, die seit 2018 in Kraft ist. Die aktualisierte PSD3 befindet sich in der Entwicklung. Gleichzeitig hat die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank die Implementierung streng überwacht.
Laut dem Bankenverband nutzten 2024 bereits über 8 Millionen Deutsche aktiv Open-Banking-Dienste — eine Verdopplung gegenüber 2022. In diesem umfassenden Ratgeber erklären wir, was Open Banking ist, wie es in der Praxis funktioniert, welche echten Vorteile für Ihre Geldbörse entstehen und wie Sie es nutzen können, um Geld zu sparen und bessere Finanzkonditionen zu erhalten.
Was ist Open Banking?
Open Banking ist ein System, das es Verbrauchern ermöglicht, ihre Finanzdaten zwischen autorisierten Institutionen auf sichere, standardisierte und kontrollierte Weise zu teilen. Im Kern macht es Sie — den Verbraucher — zum Eigentümer Ihrer eigenen Finanzdaten.
Vor Open Banking waren Ihre Daten bei der Bank gesperrt, die Sie nutzen. Wenn Sie zu einer besseren Institution wechseln wollten, mussten Sie bei Null anfangen: erneut Einkommensnachweise vorlegen, eine neue Beziehung aufbauen und Monate warten, um anständige Kreditlimits zu bekommen. Jetzt können Sie mit entsprechender Zustimmung diese gesamte Finanzhistorie sofort übertragen.
Die globale Landschaft des Open Banking
| Region | Rahmenwerk | Status | Umfang |
|---|---|---|---|
| Deutschland/EU | PSD2 / PSD3 (kommend) | Seit 2018 aktiv, PSD3 in Entwicklung | Zahlungskonten, Kreditkarten, Anlagen |
| Großbritannien | Open Banking Implementation Entity | Seit 2018 aktiv, entwickelt sich weiter | Girokonten, Sparkonten, Kreditkarten |
| Brasilien | Open Finance (Zentralbank) | Weltweit führend | Banking, Anlagen, Versicherungen, Renten |
| USA | CFPB Section 1033 | Implementierung bis 2030 | Bankkonten, Kreditkarten |
| Australien | Consumer Data Right (CDR) | Aktiv, expandiert | Banking, Energie, Telekommunikation |
| Indien | Account Aggregator Framework | Seit 2021 aktiv | Banking, Wertpapiere, Versicherungen |
Open Banking vs. Open Finance
| Aspekt | Open Banking | Open Finance |
|---|---|---|
| Umfang | Nur Bankkonten und Kreditkarten | Banking, Anlagen, Versicherungen, Währungen, Renten |
| Institutionen | Banken und Zahlungsanbieter | Banken, Broker, Versicherer, Fintechs |
| Geteilte Daten | Salden, Transaktionen, Limits | Alle Finanzdaten über alle Produkte |
| Reifegrad | In den meisten Märkten verfügbar | Nur in einigen Ländern vollständig implementiert |
Wie die Datenteilung funktioniert
Der Prozess des Teilens von Finanzdaten über Open Banking ist einfach und sicher gestaltet. Sie behalten die vollständige Kontrolle während des gesamten Prozesses.
Schritt-für-Schritt-Datenteilung
- Empfangende Institution wählen: Zum Beispiel ein Fintech, das bessere Kreditzinsen anbietet, oder eine Direktbank mit günstigeren Konditionen.
- Datenteilung beantragen: Innerhalb der App der empfangenden Institution initiieren Sie den Prozess.
- Zur Ihrer Bank umleiten: Sie werden zur App oder Website Ihrer aktuellen Bank weitergeleitet.
- Authentifizieren und zustimmen: Sie melden sich bei Ihrer Bank an und autorisieren, welche spezifischen Daten geteilt werden.
- Datenübertragung: Ihre Informationen werden in einem verschlüsselten, standardisierten Format über sichere APIs übertragen.
- Empfangende Institution nutzt die Daten: Um personalisierte Produkte, bessere Zinsen, konsolidierte Ansichten usw. anzubieten.
Was Sie teilen können
| Datenkategorie | Beispiele | Anwendungsfall |
|---|---|---|
| Kontoinformationen | Salden, Transaktionshistorie, Überziehungslimits | Finanzprofilanalyse, Budgetierung |
| Kreditkarten | Abrechnungen, Limits, Zahlungshistorie | Bessere Kartenangebote, Kreditbewertung |
| Kredite | Aktive Verträge, Raten, Zinssätze | Umschuldungsvorschläge |
| Anlagen | Portfolio, Renditen, Risikoprofil | Personalisierte Anlageberatung |
| Versicherungen | Policen, Deckung, Schadenshistorie | Wettbewerbsfähige Versicherungsangebote |
| Altersvorsorge | Riester-/Rürup-Rente, bAV-Verträge | Portabilität zu besseren Plänen |
Einwilligungsregeln (PSD2-konform)
Die Einwilligung in Open-Banking-Rahmensystemen folgt strengen Regeln:
- Zeitlich begrenzt: Die Einwilligung ist in der Regel 90 Tage gültig und muss erneuert werden (PSD2-Standard)
- Spezifisch: Sie wählen genau aus, welche Datenkategorien Sie teilen
- Widerrufbar: Sie können die Datenteilung jederzeit über jede der beteiligten Apps aufheben
- Kostenlos: Einwilligung erteilen oder widerrufen ist immer kostenlos
- Transparent: Sie können alle aktiven Einwilligungen und ihre Historie jederzeit einsehen
- Zweckgebunden: Institutionen müssen angeben, wofür sie Ihre Daten verwenden
Sicherheit: Ist es sicher zu teilen?
Das ist die häufigste Sorge — und eine völlig berechtigte. Die gute Nachricht ist, dass Open Banking von Grund auf mit Sicherheit als absoluter Priorität entwickelt wurde.
Schutzebenen nach PSD2
Das System verwendet mehrere Sicherheitsebenen:
- Regulatorische Aufsicht: Alle teilnehmenden Institutionen werden von Finanzaufsichtsbehörden (BaFin in Deutschland, EBA auf EU-Ebene) überwacht und müssen strenge technische Anforderungen erfüllen.
- Standardisierte APIs: Die Kommunikation zwischen Institutionen verwendet sichere, standardisierte APIs nach internationalen Protokollen (OAuth 2.0, FAPI — Financial-grade API).
- Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Daten sind während der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt, niemals an einem Punkt freigelegt.
- Starke Authentifizierung (SCA): PSD2 schreibt für jede Datenteilung eine Zwei-Faktor-Authentifizierung vor (Biometrie + PIN oder Passwort + Token).
- Digitale Zertifikate: Jede Institution hat von akkreditierten Stellen ausgestellte digitale Zertifikate.
- DSGVO: Open Banking in der EU fällt unter die DSGVO, was umfangreiche Datenschutzrechte garantiert.
Was Open Banking NICHT tut
Um es klar zu stellen: Open Banking gibt niemandem Zugang zu Ihrem Bankkonto, um Geld zu bewegen. Keine Institution kann Geld überweisen, nur weil Sie Daten geteilt haben. Die einzige Transaktionsfähigkeit (wo verfügbar) ist Zahlungsinitiierung, die Ihre explizite, individuelle Autorisierung für jede Transaktion erfordert.
| Mythos | Realität |
|---|---|
| “Man stiehlt mein Geld” | Datenteilung gewährt KEINEN Kontozugriff |
| “Meine Daten werden lecken” | Verschlüsselung + regulatorische Aufsicht + DSGVO |
| “Es ist obligatorisch” | Völlig freiwillig — Sie entscheiden |
| “Ich kann später nicht widerrufen” | Jederzeit widerrufbar, kostenlos |
| “Jedes Unternehmen kann meine Daten anfordern” | Nur autorisierte, regulierte Institutionen |
Vorteile für Sie
Open Banking ist keine technologische Kuriosität — es bringt praktische, messbare Vorteile für Ihre Finanzen.
1. Mehr Wettbewerb, bessere Preise
Wenn Institutionen (mit Ihrer Erlaubnis) auf Ihre Daten zugreifen können, konkurrieren sie miteinander, um die besten Konditionen anzubieten:
- Niedrigere Zinssätze für Kredite und Hypotheken
- Niedrigere Gebühren für Bankdienstleistungen
- Bessere Renditen auf Sparkonten und Anlagen
- Niedrigere oder keine Jahresgebühren auf Kreditkarten
2. Personalisierte Produkte
Anstatt generischer Angebote basierend auf der SCHUFA-Score können Institutionen Ihr echtes Finanzprofil analysieren und Produkte anbieten, die tatsächlich zu Ihrer Situation passen.
3. Ende des “Bank-Lock-ins”
Vor Open Banking war ein Bankwechsel ein schmerzhafter Prozess — neues Konto einrichten, Daueraufträge ummelden, Lastschriften umziehen, IBAN bei allen Institutionen ändern. Jetzt, mit Datenportabilität, können Sie viel einfacher wechseln.
4. Vollständige Übersicht über Ihre Finanzen
Durch das Teilen von Daten mehrerer Institutionen in einer einzigen App können Sie eine 360-Grad-Sicht auf Ihre Finanzen haben: Konten, Karten, Anlagen, Versicherungen — alles an einem Ort.
Bessere Kreditangebote
Einer der greifbarsten Vorteile von Open Banking ist die Möglichkeit, günstigere Kredite zu erhalten. So funktioniert es in der Praxis:
Wie Open Banking Ihren Zinssatz senkt
Traditionell nutzt ein Kreditgeber beim Kreditantrag Ihren SCHUFA-Score und die begrenzten Informationen, die er über Sie hat. Bei einem neuen Kunden nimmt der Kreditgeber mehr Risiko an und berechnet mehr.
Mit Open Banking können Sie teilen:
- Ihre Zahlungshistorie bei anderen Banken
- Ihr echtes, wiederkehrendes Einkommen
- Ihre Anlagen (als Nachweis der Rückzahlungsfähigkeit)
- Ihre verantwortungsvollen Ausgabenmuster
Praktisches Beispiel: 15.000 € Privatkredit
| Szenario | Jahreszinssatz | Monatliche Rate (48 Monate) | Gesamt gezahlt | Ersparnis |
|---|---|---|---|---|
| Ohne Open Banking (Standard-SCHUFA) | 8,99 % | 372 € | 17.856 € | — |
| Mit Open Banking (vollständiges Finanzprofil) | 5,49 % | 348 € | 16.704 € | 1.152 € |
In diesem Beispiel könnten allein durch das Teilen Ihrer Finanzdaten mehr als 1.100 € bei einem einzigen Kredit gespart werden. Über alle Kreditprodukte, die Sie im Laufe Ihres Lebens nutzen, werden die Einsparungen enorm.
Arten von Krediten, die günstiger werden können
- Ratenkredite: Niedrigere Zinsen mit verifizierter Zahlungshistorie
- Immobilienkredite: Bessere Konditionen mit vollständigem Finanzprofil
- Autokredite: Niedrigere Anzahlung und erschwinglichere Raten
- Kreditkarten: Höhere Limits und reduzierte Jahresgebühren
- Studenten-/Bildungskredite: Umschuldung zu besseren Zinsen
- Kreditlinien: An Ihre tatsächliche finanzielle Kapazität angepasste Limits
Bessere Anlagekonditionen
Open Banking nützt nicht nur denjenigen, die Kredit benötigen. Für Anleger sind die Vorteile ebenso bedeutend.
Wie es für Anleger funktioniert
Durch das Teilen von Daten aus Ihrem Anlageportfolio mit einem Broker oder einer Anlageplattform können Sie erhalten:
- Personalisierte Empfehlungen basierend auf Ihren tatsächlichen Beständen
- Niedrigere Verwaltungsgebühren — Broker bieten möglicherweise günstigere Fonds für attraktive Anleger
- Portabilitätsvorschläge für Rürup-/Riester-Rente — mit besseren Konditionen als Ihr aktueller Plan
- Zugang zu exklusiven Produkten — manche Anlagen erfordern den Nachweis qualifizierter Anlegerstatus
Praktisches Beispiel: Rentenversicherungsportabilität
| Aspekt | Aktueller Plan (Filialbank) | Neuer Plan (via Open Banking) |
|---|---|---|
| Verwaltungsgebühr | 1,5 % pro Jahr | 0,3 % pro Jahr |
| Transaktionsgebühren | 20 € pro Transaktion | 0 € |
| Portfolioguthaben | 100.000 € | 100.000 € |
| Jährliche Kosten | 1.500 € + Handelskosten | 300 € |
| Jährliche Ersparnis | — | 1.200 €+ |
Über 20 Jahre Akkumulationsphase kann dieser Unterschied in den Verwaltungsgebühren allein mehr als 60.000 € mehr in Ihrem Endportfolio bedeuten, dank der Kraft des Zinseszinses.
Portfolio-Konsolidierung
Einer der größten Schmerzpunkte für Anleger ist es, Konten auf mehrere Institutionen verteilt zu haben. Open Banking ermöglicht:
- Einheitliches Dashboard: Alle Anlagen von allen Brokern an einem Ort
- Leistungsverfolgung: Renditen über verschiedene Anbieter vergleichen
- Steueroptimierung: Steuerliche Verlustverrechnungsmöglichkeiten im gesamten Portfolio identifizieren
- Rebalancing-Alarme: Wissen, wenn Ihre Gesamtallokation von Ihrem Ziel abweicht
Einfachere Portabilität
Portabilität ist vielleicht der praktischste Alltagsvorteil. Mit Open Banking ist der Wechsel von Banken, Brokern oder Versicherern viel einfacher geworden.
Arten von Portabilität, die einfacher gemacht werden
- Lohnkonto-Portabilität: Die Bank wechseln, auf die Ihr Gehalt eingeht, ohne Papierkram beim Arbeitgeber.
- Kreditportabilität: Kredite und Immobiliendarlehen zu Institutionen mit niedrigeren Zinsen übertragen.
- Rentenportabilität: Rentenverträge (Riester, Rürup, bAV) zu Fonds mit niedrigeren Gebühren wechseln.
- Anlageportabilität: Vermögenswerte zwischen Brokern mit intakter Geschichte übertragen.
- Versicherungsportabilität: Mit Versicherern mit besserem Schutz und Preisen vergleichen und wechseln.
Vor vs. nach Open Banking
| Prozess | Vor Open Banking | Mit Open Banking |
|---|---|---|
| Neues Bankkonto eröffnen | Tage bis Wochen (Überprüfung von Unterlagen) | Minuten (Daten automatisch geteilt) |
| Kreditlimit erhalten | Monate des Beziehungsaufbaus | Sofort (basierend auf geteilter Historie) |
| Kreditportabilität | Wochen Papierkram | Tage, mit vereinfachtem Prozess |
| Zinssätze vergleichen | Manuell Bank für Bank prüfen | Automatisch Angebote erhalten |
| Versicherer wechseln | Umfangreiche Formulare ausfüllen | Vorausgefüllte Daten und sofortige Angebote |
Wie Open Banking aktiviert wird
Open Banking zu aktivieren ist kostenlos und unkompliziert. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Schritt 1: Prüfen Sie, ob Ihre Institution teilnimmt
Alle deutschen Banken sind durch PSD2 zur Teilnahme verpflichtet. Zu den Hauptteilnehmern gehören:
- Großbanken: Deutsche Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank
- Sparkassen und Volksbanken: Über ihre jeweiligen Verbände
- Direktbanken: DKB, ING Deutschland, Comdirect
- Neobanken: N26, Vivid Money
- Drittanbieter (TPP): Zugelassene Fintechs wie Finapi, Tink, Plaid (EU)
Schritt 2: Wählen Sie die empfangende Institution
Entscheiden Sie, welche Institution oder App Sie Ihre Daten teilen möchten:
- Eine Direktbank mit gebührenfreien Konten
- Eine Kreditplattform mit besseren Zinssätzen
- Ein Broker für bessere Anlagewerkzeuge
Schritt 3: Starten Sie den Teilungsprozess
In der App der empfangenden Institution:
- Suchen Sie nach “Open Banking”, “Konto verbinden” oder “Bank verknüpfen”
- Wählen Sie Ihre Bank aus der Liste
- Wählen Sie aus, welche Datenkategorien Sie teilen möchten
- Sie werden zur App oder Website Ihrer Bank weitergeleitet
Schritt 4: Autorisieren Sie bei Ihrer Bank
In der offiziellen App Ihrer Bank:
- Melden Sie sich wie gewohnt an (Passwort, Biometrie, etc.)
- Überprüfen Sie die Daten, die geteilt werden
- Bestätigen Sie Ihre Einwilligung (PSD2-konforme Starke Kundenauthentifizierung)
- Fertig! Daten werden automatisch übertragen
Schritt 5: Verwalten Sie Ihre Einwilligungen
Sie können alle aktiven Einwilligungen jederzeit prüfen und verwalten:
- In der App jeder Institution: Unter Einstellungen > Verbundene Konten oder Open Banking
- Über das Dashboard Ihrer Bank: Die meisten deutschen Banken haben jetzt einen dedizierten Open-Banking-Verwaltungsbereich
- Widerruf: Jederzeit, ohne Kosten oder Strafe
Vorsichtsmaßnahmen und Berechtigungen
Obwohl Open Banking sicher ist, ist es wichtig, einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen:
Best Practices
- Nur das Notwendige teilen: Wenn eine Institution nur Ihre Girokontodaten benötigt, teilen Sie nicht auch Anlagen und Versicherungen.
- Regelmäßig überprüfen: Prüfen Sie Ihre aktiven Einwilligungen alle 3–6 Monate und widerrufen Sie diejenigen, die keinen Sinn mehr machen.
- Vorsicht vor Anfragen außerhalb offizieller Kanäle: Open Banking funktioniert nur innerhalb offizieller Apps. Teilen Sie niemals Daten via Telefon, E-Mails oder SMS.
- Verifizieren Sie die empfangende Institution: Stellen Sie sicher, dass sie von der BaFin oder einer entsprechenden EU-Aufsichtsbehörde zugelassen ist.
- Apps aktualisiert halten: Updates enthalten wichtige Sicherheitspatches.
Was vor dem Teilen zu prüfen ist
| Frage | Warum es wichtig ist |
|---|---|
| Ist die Institution reguliert (BaFin-lizenziert)? | Nur autorisierte, regulierte Institutionen sollten Zugang haben |
| Welche Daten werden angefordert? | Nur teilen, was für den Dienst sinnvoll ist |
| Wie lange gilt die Einwilligung? | Daran denken, wenn sie abläuft (max. 90 Tage nach PSD2) |
| Kann ich einfach widerrufen? | Bestätigen Sie, dass der Widerrufsprozess klar und zugänglich ist |
| Wie werden meine Daten verwendet? | Die Institution muss den Zweck angeben |
Betrugsmaschen im Zusammenhang mit Open Banking
Leider können Kriminelle den Namen Open Banking nutzen, um Betrug zu begehen:
- Gefälschte Autorisierungslinks: Klicken Sie niemals auf Links, die per SMS, E-Mail oder Messenger-Apps empfangen werden, um Open Banking zu “autorisieren”. Der Prozess findet immer in offiziellen Bank-Apps statt.
- Gefälschte Callcenter: Keine Bank wird Sie anrufen und Sie bitten, Datenteilung am Telefon zu autorisieren.
- Gefälschte Apps: Laden Sie Anwendungen nur aus offiziellen App-Stores herunter (Google Play und Apple App Store).
- Phishing-E-Mails: Banken werden Sie niemals per E-Mail nach Ihren Zugangsdaten fragen, um Open Banking “einzurichten”.
Die Zukunft des Open Finance
Open Banking entwickelt sich ständig weiter, und die Zukunft verspricht noch aufregendere Entwicklungen für Verbraucher.
Was als Nächstes kommt
PSD3 und Financial Data Access (EU): Die Europäische Kommission arbeitet an PSD3 und der FIDA-Verordnung (Financial Data Access), die Open Banking auf Anlagen, Versicherungen, Renten und mehr erweitern wird — praktisch ein europäisches Open Finance-Rahmenwerk.
AI-gestützte Finanzdienstleistungen: Die Kombination von KI mit Open-Banking-Daten wird ermöglichen:
- Personalisierte Finanzassistenten, die alle Konten analysieren
- Intelligente Alarme über Sparmöglichkeiten
- Automatische Aushandlung besserer Zinssätze
- Automatisiertes Investment-Rebalancing
- Prädiktives Cash-Flow-Management
Die Zahlen hinter Open Banking
Open Banking wächst weltweit rapide:
| Markt | Schlüsselkennzahl |
|---|---|
| Deutschland | Über 8 Millionen aktive Nutzer (2024), 500+ zugelassene TPPs |
| EU gesamt | 500+ lizenzierte Drittanbieter in allen Mitgliedstaaten |
| Großbritannien | Über 7 Millionen aktive Nutzer, 1 Mrd.+ API-Aufrufe/Monat |
| Brasilien | Über 40 Millionen aktive Einwilligungen, 800+ teilnehmende Institutionen |
| Indien | Über 1,1 Milliarden verknüpfte Konten |
Wie Monely Ihnen Helfen Kann
Open Banking gibt Ihnen die Kontrolle über Ihre Finanzdaten. Monely ist eine andere Art von Werkzeug: Die App nimmt am Open-Banking-Ökosystem nicht teil, verbindet sich nicht mit Banken und importiert keine Umsätze automatisch. Erfasst wird per Nachricht im WhatsApp, per Foto des Belegs, von Hand oder durch das Importieren einer Datei.
Einheitliche Ansicht aller Konten
In Monely legen Sie alle Konten, Karten und Anlagen selbst an und verfolgen sie an einer Stelle:
- Zentralisieren Sie alles: Unbegrenzt viele Konten, auch Kreditkarten mit Abrechnung und Limit
- Ausgaben nach Kategorie verfolgen: Verstehen, wohin jeder Euro geht, mit Kategorien, Unterkategorien und Diagrammen
- Einnahmen und Ausgaben erfassen: Von Hand, per WhatsApp mit KI oder per Foto des Belegs
- Finanzielle Ziele festlegen: Spar- und Anlageziele anlegen und den Fortschritt verfolgen
- Belege scannen: Kamerafunktion nutzen, um Ausgaben automatisch mit intelligentem OCR zu erfassen
Warum Monely neben Ihrer Bank nutzen?
| Funktion | Vorteil |
|---|---|
| Mehrere Konten | Unbegrenzt viele Konten selbst anlegen, von jeder Bank |
| Intelligente Kategorisierung | Ausgabenmuster über alle Ihre Konten hinweg verstehen |
| Berichte und Diagramme | Vollständige finanzielle Gesundheit visualisieren |
| WhatsApp-Integration | Ausgaben schnell erfassen, egal von welcher Bank sie stammen |
| Finanzielle Ziele | Fortschritt beim Sparen und Anlegen verfolgen |
| Dateiimport | Historie aus anderen Apps und Dokumente in PDF, CSV, XLS, XLSX, OFX, QFX und TXT übernehmen |
| Multi-Währungs-Unterstützung | Ideal für Personen mit Konten in verschiedenen Währungen |
| Helles und dunkles Design | Visuelle Bequemlichkeit zu jeder Tageszeit |
Open Banking gibt Ihnen die Macht, Ihre Daten zwischen Instituten zu bewegen. Monely ist der andere Teil der Rechnung: der Ort, an dem Sie selbst festhalten, wohin Ihr Geld geht, um klügere Finanzentscheidungen zu treffen.
Fazit
Open Banking stellt eine grundlegende Veränderung in der Beziehung zwischen Ihnen und dem Finanzsystem dar. Zum ersten Mal gehören Ihre Finanzdaten Ihnen, nicht der Bank, wo sie gespeichert sind. Sie entscheiden, wer darauf zugreifen kann, wie lange und zu welchem Zweck.
Die Vorteile sind konkret:
- Echte Einsparungen durch niedrigere Zinssätze und Gebühren
- Personalisierte Produkte, die wirklich zu Ihrem Finanzprofil passen
- Einfachere Portabilität, um Banken, Broker oder Versicherer ohne Bürokratie zu wechseln
- Größerer Wettbewerb zwischen Institutionen, was zu besseren Konditionen für Sie führt
Wenn Sie Open Banking noch nicht erkundet haben, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um anzufangen. Prüfen Sie die Datenteilungsoptionen in der App Ihrer Bank und vergleichen Sie Angebote von anderen Institutionen. Und behalten Sie parallel dazu in einer App wie Monely selbst fest, wohin Ihr Geld geht.
Bringen Sie Ihre Konten von allen Banken in Monely zusammen und übernehmen Sie die vollständige Kontrolle über Ihr Geld. Laden Sie die App herunter unter monely.app und beginnen Sie kostenlos, alles an einem Ort zu organisieren.
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